Galgenhaus, Baudenkmal in Mitte, Deutschland.
Das Galgenhaus ist ein dreigeschossiges Wohnhaus an der Brüderstraße 10 mit klassizistischer Fassade und fünf vertikalen Achsen, das sich in der Berliner Altstadt befindet. Im Inneren bewahrt es eine barocke Treppe und im Erdgeschoss ein dekoriertes Zimmer mit Stuckdecke auf, die mit Putten und Blumenmotiven verziert ist.
Das Haus wurde 1688 für den Hofrat Wilhelm Heinrich von Happe erbaut und gehörte später von 1737 bis 1945 zur Peterskirche als Pfarrwohnung. Die lange Verbindung zur Kirche prägte seine Bedeutung in der Berliner Altstadt über mehr als zwei Jahrhunderte.
Das Haus war lange Zeit die Residenz von Johann Peter Süßmilch, einem bedeutenden Statistiker und Geistlichen, der hier seine Arbeiten als Pfarrer der Peterskirche durchführte. Seine Präsenz prägte das Gebäude und machte es zu einem Ort von intellektueller und religiöser Bedeutung in der Berliner Altstadt.
Das Haus befindet sich in der Altstadt Berlins und ist von außen leicht erkennbar durch seine klassische Fassade mit regelmäßigen Fenstern in mehreren Reihen. Der Zugang zum Inneren und die Besichtigungsbedingungen können eingeschränkt sein, daher lohnt sich eine vorherige Erkundigung vor dem Besuch.
Der Name Galgenhaus kommt von einer öffentlichen Hinrichtung, die 1735 vor dem Gebäude stattfand, nachdem ein Silberlöffel gestohlen worden war. Dieses drastische Ereignis hinterließ einen bleibenden Namen, der die Strenge der damaligen Rechtsprechung widerspiegelt.
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