Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal, Reiterstandbild am Berliner Stadtschloss, Deutschland
Das Nationale Kaiser-Wilhelm-Denkmal war ein Reitermonument am Schlossplatz in Berlin, das eine neun Meter hohe Bronzestatue von Kaiser Wilhelm I. mit vier Siegesgöttinnen an den Ecken zeigte. Die Anlage bestand aus einer aufwendigen Komposition mit Löwen, Adlern und anderen plastischen Elementen, die auf einem prächtigen Sockel angebracht waren.
Das Monument wurde 1897 errichtet und stand über fünf Jahrzehnte am Schlossplatz als bedeutendes Wahrzeichen des Deutschen Reichs. 1950 ordnete die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik seine Zerstörung an, zusammen mit dem dahinter gelegenen Berliner Schloss.
Das Monument war ein Symbol der kaiserlichen Macht, das durch aufwändige Bronzefiguren wie Löwen, Adler und allegorische Statuen von Krieg und Frieden ausgedrückt wurde. Diese kunstvolle Gestaltung prägte das Aussehen des Schlossplatzes und machte das Monument zu einem zentralen Element der Berliner Stadtlandschaft.
Die erhaltenen Reste befinden sich am südwestlichen Rand des Schlossplatzes, wo Teile des ursprünglichen Mosaikbodens unter dem Asphalt sichtbar sind. Besucher können die Stelle leicht zu Fuß erreichen und die historischen Spuren in der heutigen Stadtgestaltung erkennen.
Vier Bronzelöwen aus dem ursprünglichen Monument befinden sich heute im Berliner Tierpark, während die Adlerskulptur im Märkischen Museum ausgestellt ist. Diese zerstreuten Relikte erinnern Besucher daran, wie Kunstwerke nach politischen Veränderungen neue Orte finden können.
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