Großer Speicher, Renaissance-Fachwerkhaus in der Altstadt, Frankfurt, Deutschland
Der Großer Speicher war ein Wohnhaus mit mehreren Geschossen aus Holzfachwerk, das sich zwischen Rosengasse und Rotkreuzgasse befand. Das Gebäude hatte angewinkelte Fenster, sichtbare Holzbalken und einen inneren Hof, der die typische Bauweise dieser Zeit zeigte.
Das Haus entstand ursprünglich in der Gotik, wurde aber 1587 von einem niederländischen Einwanderer namens Franz de le Boë umgestaltet. Diese Umgestaltung brachte Renaissanceelemente und markierte eine wichtige Änderung in der Stadtarchitektur.
Das Gebäude war ein Zeichen des Wohlstands Frankfurter Kaufleute und kombinierte niederländische Einflüsse mit lokalen Baustilen der Zeit. Die Mischung aus fremden und heimischen Elementen spiegelte die Handelsverbindungen der Stadt wider.
Das ursprüngliche Gebäude existiert heute nicht mehr, aber Teile seiner Fassade werden in städtischen Archiven aufbewahrt. Besucher können sich ein Bild von seiner früheren Form machen, indem sie die noch erhaltenen Fragmente in Museen oder Dokumentationsstätten ansehen.
Der Name Großer Speicher entstand erst im 18. Jahrhundert, als das Gebäude als Getreidespeicher genutzt wurde. Damals gab es noch zwei weitere Lagerhäuser in der Nähe, was die Notwendigkeit einer Unterscheidung erklärte.
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