Langer Franz, Gotischer Turm am Römerberg, Frankfurt, Deutschland
Der Langer Franz ist ein neugotischer Turm am südlichen Flügel des Frankfurter Rathauses (Römer), der rund 60 Meter hoch aufragt. Er besitzt vier vorspringende Ecktürmchen, die in eine steile Spitze übergehen.
Der Turm wurde zwischen 1900 und 1904 im Rahmen einer größeren Stadterneuerung errichtet und nach dem damaligen Oberbürgermeister Franz Adickes benannt. Der Beiname "Langer Franz" geht auf seinen Spitznamen zurück, der auf seine ungewöhnlich große Körpergröße anspielte.
An der Ostseite des Turms sind Glasmosaike zu sehen, die den heiligen Florian zeigen, während die Westseite den Erzengel Michael darstellt. Diese religiösen Motive sind direkt in die Fassade eingearbeitet und beim Vorbeigehen gut sichtbar.
Der Turm liegt direkt am Römerberg im historischen Stadtzentrum und ist zu Fuß gut zu erreichen. Seit Frühjahr 2024 laufen Restaurierungsarbeiten, die den Zugang zum Turm vorübergehend einschränken.
Das Erscheinungsbild des Turms geht auf einen mittelalterlichen Brückenturm aus dem 14. Jahrhundert zurück, der einst am gegenüberliegenden Mainufer stand. Dieser ältere Bau wurde 1765 abgerissen, und sein architektonisches Konzept wurde beim Bau des Langen Franz neu aufgegriffen.
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