Guayana Esequiba, Umstrittenes Territorium im westlichen Guyana
Das Essequibo-Gebiet erstreckt sich über rund 160.000 Quadratkilometer dichter Wälder, Flüsse und Bergzüge zwischen dem Essequibo-Fluss und der venezolanischen Grenze. Die Landschaft wechselt von tropischem Regenwald im Tiefland zu steilen Hügeln und Hochebenen weiter im Süden, durchzogen von Wasserwegen, die in den Atlantik münden.
Die Grenzfrage entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, als Venezuela die britische Kolonialausdehnung in das Gebiet westlich des Essequibo-Flusses anfocht. Ein internationales Schiedsgericht sprach das Land 1899 Großbritannien zu, doch Venezuela verwarf diese Entscheidung später und fordert das Gebiet bis heute zurück.
In mehreren abgelegenen Dörfern pflegen indigene Gemeinschaften ihre Fischereitechniken, ihr Kunsthandwerk und ihre Zeremonien, die an Besucher kaum weitergegeben werden. Auf den Flüssen und an den Waldrändern lässt sich beobachten, wie lokale Familien ihre Kanus bauen und Pflanzen für Medizin und Nahrung sammeln.
Das Gebiet liegt weit von den größeren Städten Guyanas entfernt und ist hauptsächlich über Flugzeuge, Boote oder unbefestigte Straßen erreichbar. Reisende sollten mit begrenzter Infrastruktur, tropischem Klima und langen Reisezeiten zwischen einzelnen Siedlungen rechnen.
Unter Verwaltung Guyanas befinden sich vor der Küste beträchtliche Öl- und Gasvorkommen, die in den letzten Jahren entdeckt wurden und internationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ein Referendum in Venezuela Ende 2023 verschärfte die diplomatische Spannung und führte zu verstärkten rechtlichen Auseinandersetzungen um die Souveränität.
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