Thermae Helenianae, Römische Thermenruinen nahe der Porta Maggiore, Italien
Die Thermae Helenianae sind eine antike Badanlage in Rom mit zwölf unterirdischen Kammern, die in zwei parallel verlaufenden Reihen zwischen der Via Eleniana und der Via Sommeiller angeordnet sind. Die erhaltenen Strukturen liegen etwa 4,5 Meter unter der heutigen Straßenebene und zeigen noch Teile des antiken Wasserreservoirs, das die Bäder speiste.
Die Bäder wurden ursprünglich in der Severischen Zeit erbaut und durchliefen eine bedeutende Umgestaltung zwischen 323 und 326 nach Christus unter Helena, der Mutter des Kaisers Konstantin I. Die Erneuerung unter Helena führte zu wesentlichen Veränderungen des Komplexes während einer wichtigen Übergangsperiode in Roms Geschichte.
Die Bäder waren im Mittelalter zeitweise als Zufluchtsstätte genutzt und zeigen, wie antike Strukturen in neuen Zusammenhängen eine andere Bedeutung erhielten. Menschen der Renaissance entwickelten großes Interesse daran und dokumentierten die Anlagen schriftlich.
Um die Überreste zu sehen, muss man hinab in die unterirdischen Bereiche, die sich weit unter den modernen Straßen befinden. Es ist sinnvoll, sich auf unebene, feuchte Oberflächen vorzubereiten und warme Kleidung mitzunehmen, da die unterirdischen Kammern kühl und dunkel sind.
Während des Mittelalters wurde eine der Wasserkammern in eine christliche Kapelle umgewandelt, die dem Heiligen Angelo gewidmet war. Diese Umnutzung zeigt, wie antike Bauten in späteren Jahrhunderten sakrale Funktionen übernahmen.
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