Präfektur Iwate, Präfektur im nördlichen Tohoku, Japan
Die Iwate-Präfektur ist eine Verwaltungseinheit im nördlichen Tohoku, die sich über einen langen Küstenstreifen am Pazifik und mehrere Bergketten im Hinterland erstreckt. Sie grenzt im Norden an Aomori, im Süden an Miyagi und bedeckt eine Fläche, die größer ist als die jeder anderen Präfektur außer Hokkaido.
Während des zwölften Jahrhunderts bildete die Region um Hiraizumi ein wichtiges Machtzentrum, dessen Spuren heute noch in buddhistischen Tempelanlagen und Gartenresten sichtbar sind. Nach Jahrhunderten als Teil des nördlichen Grenzgebiets Japans wurde sie erst im späten neunzehnten Jahrhundert zur eigenständigen Präfektur.
Jede der Regionen innerhalb der Präfektur pflegt eigene Handwerkstraditionen, darunter handgefertigte Eisenkessel und Lackarbeiten, die in kleinen Werkstätten nach Jahrhunderte alten Methoden entstehen. Viele lokale Matsuri verbinden Tempelrituale mit Straßenprozessionen, bei denen Bewohner durch ihre Nachbarschaften ziehen und Schreine auf den Schultern tragen.
Ein längerer Aufenthalt erlaubt Reisenden, verschiedene Küstenabschnitte und Bergtäler in eigenem Tempo zu erkunden, wobei mehrere Hauptbahnlinien die größeren Städte verbinden. Besonders im Frühling und Herbst eignen sich die milderen Temperaturen für Outdoor-Aktivitäten, während der Winter Schnee in die höheren Lagen bringt.
Der Michinoku Coastal Trail verläuft über viele Kilometer entlang der gesamten Küste und verbindet kleine Fischerdörfer mit Klippen und Stränden, die außerhalb der Sommermonate oft menschenleer bleiben. Im Landesinneren liegt die Ryusendo-Höhle, deren unterirdische Seen zu den klarsten in Japan zählen und mehrere Fledermausarten beherbergen.
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