Provinz Bitchū, Historische Provinz an der Küste der Inlandsee, Japan
Bitchū war eine ehemalige Provinz im westlichen Honshū, die sich entlang der Küste des Seto-Binnenmeers erstreckte und heute den westlichen Teil der Präfektur Okayama bildet. Das Gebiet grenzte im Osten an Bizen, im Westen an Bingo und umfasste fruchtbare Ebenen, Hügellandschaften und mehrere Flussläufe, die ins Meer mündeten.
Die Provinz entstand im späten 7. Jahrhundert durch Aufteilung der alten Region Kibi im Zuge der Ritsuryō-Reformen, die Japan in administrative Einheiten gliederten. Während der mittelalterlichen Zeit kontrollierten verschiedene Samurai-Familien die Burgen und Ländereien der Region, bevor sie im 19. Jahrhundert in die moderne Präfekturverwaltung überging.
Der Kibitsu-Schrein diente als wichtigstes shintoistisches Heiligtum der Provinz und bewahrte die spirituellen Praktiken und landwirtschaftlichen Traditionen.
Wer die ehemalige Provinz erkunden möchte, findet heute in westlichen Teilen von Okayama Reste alter Burgen, Schreine und Tempelanlagen, die über die gesamte Region verteilt sind. Viele dieser Orte liegen in ländlichen Gegenden, wo kleinere Ortschaften und Reisterrassen das traditionelle Landschaftsbild prägen.
Eisenproduktion wurde hier schon in der Kofun-Zeit betrieben, und die Gegend entwickelte spezielle Salzfelder entlang der Küste, die über Generationen hinweg Salz für den Handel lieferten. Diese Salzgärten nutzten die Gezeiten des Binnenmeers, um Meerwasser in flache Becken zu leiten und durch Verdunstung Salz zu gewinnen.
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