Karakorum, Archäologische Überreste der mongolischen Reichshauptstadt in der Provinz Övörkhangai, Mongolei
Karakorum ist eine archäologische Stätte der mongolischen Reichshauptstadt im Orchon-Tal in der Provinz Öwörchangai. Die Fundamente umfassen Tempelanlagen, Verwaltungsgebäude und Wohnbereiche, die sich über ein weitläufiges Gelände verteilen und durch Mauerreste und Steinfundamente erkennbar sind.
Der Herrscher Ögedei Khan gründete hier ab 1235 die erste feste Hauptstadt des Mongolischen Reiches und ließ einen Palast sowie Befestigungsanlagen errichten. Die Stadt verlor nach der Verlegung der Hauptstadt nach Peking an Bedeutung und wurde später teilweise zerstört.
Die Ausgrabungen zeigen Werkstätten verschiedener Handwerker, die Keramik, Metall und Textilien herstellten und dabei Techniken aus mehreren Kulturkreisen kombinierten. In den Wohnvierteln finden sich noch heute Spuren von Öfen und Arbeitsplätzen, die das alltägliche Leben in der Stadt sichtbar machen.
Das Gelände liegt wenige Kilometer vom Kloster Erdene Zuu entfernt und kann bei einem Rundgang zu Fuß erkundet werden. Ein Besucherzentrum in der nahen Stadt Charchorin bietet Informationen und Orientierung vor dem Gang zu den Ausgrabungen.
Archäologen fanden bei Grabungen Hinweise auf ein unterirdisches Heizsystem, das in mehreren Gebäuden installiert war und Rauchkanäle unter den Böden nutzte. Zudem kamen Werkstätten zum Vorschein, in denen Waffen, Werkzeuge und Schmuck in großem Umfang hergestellt wurden.
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