Aragua, Verwaltungseinheit im Norden Venezuelas
Aragua ist ein Verwaltungsbezirk in Nordvenezuela, der sich von der karibischen Küste bis zu den bewaldeten Bergketten der Cordillera de la Costa erstreckt. Die Region umfasst Täler mit Agrarflächen, Küstenstreifen mit Fischerdörfern und Höhenlagen mit nebelverhangenen Wäldern, wobei die geographischen Zonen unterschiedliche Klimabedingungen aufweisen.
Die Provinz trennte sich 1848 von Caracas und erhielt eigene Verwaltung, bevor sie 1864 den Status eines Bundesstaates annahm. Nach einer vorübergehenden Fusion mit Guárico kehrte sie 1899 zur eigenständigen Organisation zurück und behielt seitdem ihre administrative Struktur.
Der Name ehrt den Unabhängigkeitskämpfer José Félix Ribas, dessen Geburtshof im kolonialen Tal von La Victoria steht und heute Besucher empfängt. Die Gemeinden pflegen lebendige Tänze und religiöse Feste, bei denen Trommelgruppen afrovenezuelanische Rhythmen spielen und Pilger zu Wallfahrtsorten in den Bergdörfern ziehen.
Reisende bewegen sich am besten zwischen den Küstenorten und den Bergregionen mit eigenem Fahrzeug oder lokalen Bussen, die regelmäßig zwischen den Hauptorten verkehren. Die Straßen führen durch unterschiedliche Höhenlagen, wobei sich Wetterbedingungen rasch ändern können und angemessene Kleidung für Küsten- und Bergbesuche empfohlen wird.
Henri Pittier, der erste Nationalpark des Landes, schützt mehr als 500 Vogelarten auf einem Gebiet, das vom Meeresspiegel bis auf über 2400 Meter ansteigt. Besucher begegnen oft Brüllaffen und Kapuzineraffen entlang der Wanderwege, die durch dichte Vegetation zu Wasserfällen und abgelegenen Stränden führen.
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