Reiterstandbild Friedrichs des Großen, Bronzenes Reitermonument auf der Unter den Linden, Deutschland
Das Reiterstandbild zeigt Friedrich II. von Preußen auf einem Pferd und steht auf einem großen Granit- und Bronzesockel, der mit zahlreichen Skulpturen verziert ist. Der Sockel trägt 74 männliche Figuren, von denen 21 lebensgroß sind und wichtige Militärs sowie Gelehrte aus jener Epoche darstellen.
Der Künstler Christian Daniel Rauch erschuf dieses Werk zusammen mit Heinrich Strack über mehrere Jahre von 1836 bis 1851. Im Zweiten Weltkrieg beschützte man die Statue durch eine Betonhülle vor Luftangriffen, was ihrem Überleben entscheidend half.
Die Sockelfiguren stellen bedeutende Generäle und Denker aus Friedrichs Zeit dar und zeigen, wie die Preußen ihre eigene Geschichte darstellen wollten. Man kann beim Betrachten der Skulpturen nachvollziehen, welche Personen und Leistungen man damals als wichtig erachtete.
Das Monument steht direkt auf der Straße Unter den Linden zwischen Bebelplatz und der Humboldt-Universität, sodass man es leicht zu Fuß erreicht. Ein Eisenzaun umgibt das Werk zum Schutz, erlaubt aber vollständige Sichtbarkeit von allen Seiten.
Während des Kalten Krieges wurde das Standbild zwischen 1950 und 1951 abgebaut und eingelagert, bevor es 1980 restauriert an seinen ursprünglichen Platz zurückkehrte. Dieses Verschwinden und die späte Rückkehr zeigen, wie politische Zeiten das Schicksal von Denkmälern prägen können.
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