Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung, Holocaust-Mahnmal am Bebelplatz, Deutschland
Diese Gedenkstätte auf dem Bebelplatz erinnert an die Bücherverbrennung durch ein Fenster im Pflaster, das in einen unterirdischen Raum führt. Die weiße Kammer darunter zeigt leere Regale an allen Wänden und misst etwa 5 Meter in der Tiefe.
Am 10. Mai 1933 verbrannten Studenten und Professoren hier mehr als 20000 Bücher jüdischer, kommunistischer und liberaler Autoren. Der Künstler Micha Ullman schuf die unterirdische Installation 1995 als dauerhaftes Mahnmal.
Die Gedenkstätte trägt ihren Namen nach dem Schriftsteller August Bebel, dessen Namensgeber für den Platz bereits vor der Nazizeit festgelegt wurde. Besucher können durch die Glasscheibe in eine leere Bibliothek blicken, die Raum für genau die Anzahl verbrannter Bücher bietet.
Das Denkmal ist jederzeit zugänglich und liegt zwischen der Staatsoper, der Hedwigskathedrale und dem Juridicum der Humboldt-Universität. Bei Regen oder Schnee kann die Glasscheibe beschlagen oder bedeckt sein, was die Sicht nach unten erschwert.
Der Schriftsteller Erich Kästner stand unerkannt in der Menge und sah zu, wie sein eigenes Buch Fabian in den Flammen verbrannte. Der Regen war so stark, dass die Feuerwehr Benzin nachgießen musste, damit das Feuer weiterbrannte.
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