Bebelplatz, Öffentlicher Platz in Mitte, Deutschland
Der Bebelplatz ist ein rechteckiger Platz im Zentrum Berlins, umrahmt von der Staatsoper, der Hedwigskathedrale und der Alten Bibliothek an seinen Rändern. Die barocke Architektur schafft einen großzügigen, offenen Raum, der von imposanten Fassaden des 18. Jahrhunderts definiert wird.
Der Platz entstand 1740 nach einem Entwurf von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff auf Befehl von Friedrich II. als Teil eines großen Bauprojekts für die königliche Residenz. Das Gelände spielte während des Dritten Reiches eine düstere Rolle, als 1933 Bücherverbrennungen stattfanden.
Der Platz war im 18. Jahrhundert ein Zentrum der Aufklärung und Gelehrsamkeit, wo Künstler und Denker zusammenkamen. Heute erinnern die umstehenden Gebäude wie die Staatsoper an diese Zeit der intellektuellen Blüte.
Das Platzgelände ist leicht zu Fuß erreichbar, wenn man vom Bahnhof Französische Straße kommt, der sich ganz in der Nähe befindet. Die Umgebung ist flach und leicht begehbar, mit guter Orientierung durch die Fassaden der umliegenden Gebäude.
Unter dem Platz verbirgt sich ein unterirdischer Gedenkraum mit leeren Regalen, der genau 20.000 Bücher aufnehmen könnte und an die vernichtete Literatur erinnert. Der Raum ist durch ein Glaspanel im Boden sichtbar, das Besucher zur Reflexion über Zensur und Wissensvernichtung einlädt.
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