Scharnhorst-Denkmal, Militärdenkmal in Berlin-Mitte, Deutschland.
Das Scharnhorst-Denkmal ist ein 5,73 Meter hohes Marmordenkmal an der Prachtstraße Unter den Linden im Berliner Ortsteil Mitte, geschaffen von Christian Daniel Rauch nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. Die 2,67 Meter hohe Skulptur zeigt Gerhard von Scharnhorst an einen Baumstumpf gelehnt, die rechte Hand in nachdenklicher Geste erhoben, die linke hält ein zusammengerolltes Schriftstück. Der 3,06 Meter hohe Sockel trägt vier Reliefs zu seinen Heeresreformen.
Der preußische General Gerhard von Scharnhorst starb 1813 und wurde wenige Jahre später mit dieser Marmorstatue geehrt, die zwischen 1819 und 1822 entstand. Das Werk entstand auf Befehl von König Friedrich Wilhelm III., um einen der wichtigsten Militärreformer zu würdigen.
Der Sockel trägt vier Reliefs zu Scharnhorsts Heeresreformen: vorn lehrt Minerva zwei Knaben die Kriegswissenschaft, hinten ist die Waffenherstellung, links die Kampfkunst dargestellt, darüber ein Adler mit der Inschrift „FRIEDRICH WILHELM III / DEM / GEN. VON SCHARNHORST / IM IAHRE 1822“. Die Figur lehnt an einem Baumstumpf, die rechte Hand nachdenklich erhoben, die linke hält ein zusammengerolltes Schriftstück.
Der Originalmarmor kam im Juni 2021 nach einer Empfehlung des Landesdenkmalamts von 2017 in die Zitadelle Spandau, eine Kopie soll ihn ersetzen. Die freie Stelle liegt gegenüber der Neuen Wache an der Prachtstraße Unter den Linden; das Bülow-Denkmal gegenüber wurde erst 2002 dort wieder aufgestellt. Denkmalpfleger wie Gabi Dolff-Bonekämper fordern, die Kopien an die von Schinkel und Rauch vorgesehenen Standorte zurückzubringen.
Die Inschrift auf dem Sockel trägt die Namen des preußischen Königs und verweist auf das Jahr der Aufstellung, was die offizielle königliche Anerkennung des Reformators zeigt. Diese Widmungsplakette dokumentiert, wie direkt die Herrschaft den Kunstschaffen für ihre politischen Ziele nutzte.
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