Römerschanze bei Potsdam, Prähistorische Wallanlage nahe Sacrow, Potsdam, Deutschland
Die Römerschanze ist eine vorgeschichtliche Wallburg in Potsdam, die auf einer bewaldeten Anhöhe in einem Naturschutzgebiet liegt und etwa 19 Meter über den angrenzenden See ansteigt. Die Anlage bedeckt zwei Hektar und bewahrt noch heute Wallreste auf, die bis zu drei Meter hoch aufragen.
Die Wallburg entstand während der Bronzezeit und war über Jahrhunderte hinweg bewohnt, bis sie in der Hallstattzeit aufgegeben wurde. Archäologische Grabungen zwischen 1908 und 1911 legten Schichten aus verschiedenen Epochen frei und zeigten eine lange Geschichte der Besiedlung.
Die Wallanlage war ein Siedlungsplatz der Lausitzer Kultur, deren Menschen hier ihre Häuser bauten und ihre Felder bearbeiteten. Heute kann man noch sehen, wie sie ihre Gemeinschaft auf diesem erhöhten Platz organisierten und wie wichtig dieser Ort für ihr Leben war.
Der Ort ist über markierte Wege im Naturschutzgebiet zugänglich, die es ermöglichen, die Wallreste aus verschiedenen Blickwinkeln zu erkunden. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Boden uneben sein kann und waldreiche Wege das Gelände bestimmen.
Innerhalb der Wallanlage wurden Grundrisse von Gebäuden freigelegt, darunter ein großes Haus mit beachtlichen Abmessungen, das verdeutlicht, wie viele Menschen hier zusammenleben konnten. Diese archäologischen Funde geben seltene Einblicke in die räumliche Organisation und soziale Struktur dieser prähistorischen Gemeinschaft.
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