Tanba Kokubun-ji, Provinztempel in Kameoka, Japan.
Tanba Kokubun-ji ist ein Provinzialtempel in Kameoka mit erhaltenen Fundamentsteinen, einer Haupthalle und einer Pagode, die in einem quadratischen Komplex mit 218 Metern Seitenlänge angeordnet sind. Die Anlage zeigt die typische Struktur eines Tempel-Provinzklosters mit deutlich erkennbaren Grundrissen aus der Antike.
Der Tempel wurde 741 von Kaiser Shomu gegründet, um während einer Pockenepidemie buddhistische Lehren in den Provinzen zu verbreiten. Diese Gründung war Teil einer landesweiten Initiative zur Stärkung des buddhistischen Glaubens als stabilisierende Kraft.
Der Haupttempel beherbergt eine hölzerne Yakushi-Nyorai-Statue aus dem späten Heian-Zeitraum, die als wichtiges Kulturgut anerkannt ist und einen besonderen Platz in der japanischen Kunsttradition einnimmt. Der Schrein wird von Besuchern heute als wichtiger Ort der Verehrung und der kulturellen Kontinuität in der Region genutzt.
Das Gelände liegt auf einem Schwemmfächer östlich des Oi-Flusses und ist das ganze Jahr über frei zugänglich ohne Eintrittsgebühr. Besucher können die Tempelanlage in ihrem eigenen Tempo erkunden, ohne sich Öffnungszeiten oder finanzielle Einschränkungen merken zu müssen.
Das Gelände beherbergt einen einheimischen Ginkgo-Baum namens Chichi Icho, der auf ungewöhnliche Weise Samen direkt an seinen Blättern ansetzt. Diesen seltenen Baum zu sehen bietet Besuchern einen Eindruck von einer botanischen Besonderheit, die anderswo selten anzutreffen ist.
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