Burg Kameyama, Japanische Burg in Kameoka, Präfektur Kyoto, Japan.
Die Burg Kameyama ist eine Niederungsburg in Kameoka, Präfektur Kyoto, die 1578 von Akechi Mitsuhide erbaut wurde. Ihre Steinmauern aus unregelmäßigen, hellgrauen und beigefarbenen Steinen, die eng aneinandergefügt sind, neigen sich von einer breiteren Basis nach innen und sind mit grünem Moos bedeckt. Nahe der Basis steht eine niedrigere Stützmauer aus dunkleren Steinen, davor erheben sich kahle Baumstämme.
Akechi Mitsuhide gründete die Anlage 1578 als militärischen Stützpunkt während der Sengoku-Zeit. Nach dem Fall der Feudalherrschaft wurde die Burg in der Meiji-Ära abgetragen, wobei nur Teile der Steinmauern erhalten blieben.
Die Burg heißt auch Burg Kameoka und Burg Kameyama; der Hügelname Kameyama bedeutet Schildkrötenberg. Seit 1919 gehört das Gelände der neuen Religion Ōmoto, die es Ten'ongō nennt und dort ihren Hauptsitz hat. Das frühere Tor des Neuen Palastes (ein Nagayamon) wurde an die städtische Grundschule Chiyokawa in Kameoka versetzt.
Das Burggelände gehört der Religionsgemeinschaft Ōmoto; für den Zutritt muss man am Empfangstor einen Antrag stellen und eine Erlaubnis einholen. Vom JR-Bahnhof Kameoka an der Sagano-Linie sind es etwa 10 Minuten zu Fuß nach Süden. Das versetzte Shin-Gotenmon-Tor steht an der Grundschule Chiyokawa, 5 Minuten westlich des Bahnhofs Chiyokawa.
1936 ließ die Regierung das Ōmoto-Heiligtum mit 1.500 Stangen Dynamit sprengen; symbolische Steine wurden ins Japanische Meer geworfen, damit sie nicht wiederverwendet werden konnten. Der Schriftsteller Sakaguchi Ango beschrieb 1937 die von Stacheldraht umgebene Burg. Nach dem Krieg ging das Gelände an Ōmoto zurück.
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