Tell Taya, Archäologische Stätte in der Provinz Ninive, Irak
Tell Taya ist eine archäologische Stätte in der Provinz Ninive in Nordirk. Sie erstreckt sich über etwa 155 Hektar beiderseits des Wadis Taya und zeigt einen zentralen Hügel, der sich etwa 9 Meter über das Umland erhebt.
Die Siedlung erlebte ihre Blütezeit zwischen 2500 und 2000 v. Chr. unter einer hurritischen Bevölkerung, bevor sie später um 1900 bis 1800 v. Chr. als Dorf Samiatum wieder besiedelt wurde.
Der Ort zeigt sich durch die Funde von Verwaltungstafeln und Zylindersiegeln, die auf ein organisiertes Gemeinwesen hindeuten. Diese Gegenstände ermöglichen Einblicke in die damaligen Machtverhältnisse und Handelspraktiken der Bewohner.
Das Gelände liegt etwa 20 Kilometer südwestlich von Mossul in einer Höhe von etwa 369 Metern. Die Ausgrabungsergebnisse zeigen neun unterschiedliche Besiedlungsschichten, die beim Besuch helfen, die Entwicklung des Ortes nachzuvollziehen.
Ausgrabungen deckten Kürbissamen aus der Altakkadzeit auf, die die frühesten bekannten Nachweise für Melonenzucht in der Region darstellen. Dieser Fund zeigt, wie vielfältig die Landwirtschaft an diesem Ort bereits vor Jahrtausenden war.
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