María Elena, Gemeinde in Chile
María Elena ist eine Stadt in der Provinz Tocopilla in Nordchile, die sich in der trockenen Atacama-Wüste befindet. Sie wurde 1926 als Siedlung um eine große Salpeterfabrik herum gegründet und ist heute der einzige noch aktive Salpeterabbauort des Landes mit einfachen Straßen, alten Gebäuden und Spuren ihrer industriellen Vergangenheit.
Die Stadt wurde 1926 als Coya Norte gegründet und von der Anglo Chilean Consolidated Nitrate Corporation erbaut, wobei 1927 der Name María Elena offizialisiert wurde. Die Salpeteranlage war einmal eine der größten der Welt und spielte eine wichtige Rolle in Chiles Wirtschaft, insbesondere nach der Verstaatlichung in den 1960er Jahren.
Der Name María Elena stammt von Mary Ellen Condon, der Frau des ersten Betriebsleiters der Salpeteranlage. Die Stadt wurde um die Fabrik herum gebaut und trägt die Spuren dieser industriellen Vergangenheit in ihrer Struktur und in den Geschichten der Bewohner.
Das Klima ist sehr trocken und heiß tagsüber mit kalten Nächten, daher sollte man viel Wasser trinken und Sonnencreme verwenden. Die Stadt ist am leichtesten mit dem Auto zu erreichen, und Busse fahren regelmäßig von nahegelegenen größeren Städten, wobei es nur kleine Unterkünfte und Restaurants gibt.
Die Stadt ist das Thema des chilenischen Romans El fantasista von Hernán Rivera Letelier, in dem das Leben und die Arbeit in der Salpeterzeit beschrieben werden. Der Roman zeigt die Siedlung als einen staubigen Ort, wo Arbeiter unter schwierigen Bedingungen lebten und arbeiteten.
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