Vilcashuamán, Stadt in Peru
Vilcashuamán ist eine antike Inka-Zitadelle auf einem Hochland-Plateau in etwa 3500 Metern Höhe in der Anden-Bergkette. Der Komplex besteht aus Tempeln, Plätzen mit trapezförmigen Strukturen, einer Pyramide namens Ushnu und Überresten administrativer Gebäude, die die strategische Wichtigkeit dieses Ortes zeigen.
Die Stätte wurde nach dem Sieg der Inka über die Chancas im Jahr 1438 gegründet und diente als wichtiges Verwaltungs- und Zeremonialzentrum. Nach der spanischen Eroberung wurde ein katholischer Tempel auf den Überresten des alten Sonnentempels errichtet, was den kulturellen Übergang zwischen zwei Epochen symbolisiert.
Der Name Vilcashuamán stammt aus der Quechua-Sprache und bedeutet "heiliger Falke". Die Bewohner sprechen bis heute Quechua und bewahren andine Traditionen, die in Ritualen und Zeremonien an den archäologischen Stätten lebendig bleiben.
Die Anreise von Ayacucho dauert etwa drei bis vier Stunden mit dem Bus durch bergiges Gelände. Es ist ratsam, früh anzureisen, feste Schuhe zu tragen, einen Hut und Sonnenschutz mitzubringen und viel Wasser zu trinken, da die Höhe zunächst anstrengend sein kann.
Der Ushnu ist eine kurze, breite Pyramide mit fünf Ebenen, auf deren Gipfel ein Stein sitzt, der als Inkas Thron gedient haben soll und mit Gold bedeckt war. Von diesem Platz aus konnten die Inka-Herrscher die gesamten Zeremonien und Aktivitäten auf der Hauptplaza überschauen und kontrollieren.
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