Amudarja, Hauptfluss in Turkmenistan.
Der Amu Darya fließt über 2.540 Kilometer vom Pamir-Gebirge durch Zentralasien und bewegt sich nordwestlich in Richtung des südlichen Aralsees. Seine Breite schwankt je nach Jahreszeit und Gelände, wobei er sich manchmal über flache Ebenen ausbreitet und an anderen Stellen zwischen engen Ufern verläuft.
Antike griechische und römische Chronisten nannten den Fluss Oxus, als er die Grenze zwischen dem Großreich Iran und den Steppen von Turan markierte. Im Mittelalter verlagerte er mehrfach seinen Lauf und prägte damit die Ansiedlung von Gemeinschaften entlang seiner Ufer.
Der Fluss trägt seinen Namen seit dem 16. Jahrhundert, abgeleitet von einer historischen Kreuzung nahe der usbekischen Stadt Āmul. Lokale Fischer nutzen noch heute traditionelle Methoden entlang der Ufer, wo kleine Siedlungen vom jahreszeitlichen Wasserstand geprägt werden.
Zugangspunkte liegen meist an Brücken oder in Dörfern, von denen einige über unbefestigte Wege erreichbar sind. Das Wetter kann extrem sein, daher sollte man Sonnenschutz und genügend Trinkwasser mitbringen.
Der Fluss speist große Bewässerungskanäle wie den Qaraqum-Kanal, die Wasser über Hunderte von Kilometern zu abgelegenen Feldern transportieren. Während der Schneeschmelze im Frühjahr steigt der Pegel deutlich an und verändert das Aussehen der Uferlandschaft für mehrere Wochen.
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