Ionisches Meer, Randmeer zwischen Italien, Albanien und Griechenland.
Das Ionische Meer ist ein Gewässer im östlichen Mittelmeer, das zwischen der italienischen Halbinsel, Albanien und Griechenland liegt und eine Fläche von etwa 169.000 Quadratkilometern bedeckt. Seine tiefste Stelle, der Calypsograben, liegt über 5.000 Meter unter dem Meeresspiegel und bildet damit die tiefste Senke des gesamten Mittelmeerraums.
Griechen und Römer nutzten das Meer bereits in der Antike als Handelsroute und militärische Passage, wobei die Seeschlacht von Actium im Jahr 31 v. Chr. den Aufstieg Roms besiegelte. Im Laufe der Jahrhunderte blieb es eine wichtige Verbindung zwischen Ost und West, von byzantinischen Flotten bis zu venezianischen Kaufleuten.
Die Küsten tragen Namen aus griechischen Mythen und lokalen Dialekten, während Fischer und Segler noch heute traditionelle Routen zwischen den Häfen nutzen. An den Ufern mischen sich italienische, albanische und griechische Einflüsse in der Bauweise der Hafenstädte und in den Küchen der Restaurants.
Fähren verbinden das ganze Jahr über griechische und italienische Häfen, wobei die Überfahrten je nach Route zwischen acht und sechzehn Stunden dauern. Wellen und Wind können besonders im Herbst und Winter kräftig ausfallen, was die Reiseplanung beeinflussen kann.
An mehreren Stellen im Norden ragen flache Sandbänke aus dem Wasser, die bei ruhiger See weithin sichtbar werden. Wissenschaftler erforschen die Tiefseegräben mit ferngesteuerten Fahrzeugen, da Taucher solche Tiefen nicht erreichen können.
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