Lautaro, Schichtvulkan im Südpatagonischen Eisfeld, Chile
Der Volcán Lautaro ist ein Schichtvulkan, der sich über einem Eisfeld in der südlichen patagonischen Region erhebt und eine Höhe von etwa 3.600 Metern erreicht. Etwa 90 Prozent seiner Oberfläche sind von Eis und Gletschern bedeckt, was das Gesamtbild des Berges bestimmt.
Die Existenz eines Vulkans an dieser Stelle wurde 1879 erkannt, doch erst 1961 wurde der Gipfel als Lautaro identifiziert. Benannt wurde er 1952 nach dem Mapuche-Häuptling Lautaro aus dem 16. Jahrhundert; zuvor hieß er Volcán de Los Gigantes und wurde manchmal mit dem benachbarten, nicht vulkanischen Cerro FitzRoy verwechselt. Sein Ausbruch von 1959, von einem Flugzeug aus beobachtet, bestimmte die Lage des Vulkans und ist der einzige gut dokumentierte historische Ausbruch der Südlichen Vulkanzone.
Der Vulkan trägt den Namen eines Mapuche-Anführers aus dem 16. Jahrhundert, der gegen die spanische Besatzung kämpfte. Diese historische Verbindung zeigt sich im Namen und erinnert an die indigene Geschichte der Region.
Der Zugang erfordert fortgeschrittene Bergsteigerfähigkeiten wegen der Lage im Gletschergebiet und der extremen patagonischen Wetterbedingungen. Besucher sollten sich auf schnell wechselnde Bedingungen und anspruchsvolles Terrain vorbereiten.
Der Lautaro ist der historisch aktivste Vulkan der Australischen Vulkanzone; Ausbrüche sind für 1876, 1878–1879, 1883, 1933, 1945, 1959–1960, 1972 und 1978–1979 belegt. Der Ausbruch von 1959 wurde aus einem Flugzeug beobachtet, klärte die Lage des Vulkans und ist der einzige gut dokumentierte historische Ausbruch der Zone.
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