Ollagüe, Stratovulkan im Departamento Potosí, Bolivien.
Der Ollagüe ist ein andesitischer Schichtvulkan an der Grenze zwischen Bolivien und Chile, dessen Gipfel 5.868 Meter erreicht. Sein etwa 1.250 Meter weiter Gipfelkrater öffnet sich nach Süden und legt Lavaspuren frei; sein Westrand besteht aus einer Gruppe von Lavadomen. 700 Meter westlich des Kraters tritt eine 100 Meter messende Fumarole mit gelbem Schwefel und weißem Wasserdampf aus.
Der Ollagüe entstand vor über einer Million Jahren mit den Serien Vinta Loma und Santa Rosa aus andesitischen Lavaströmen. Eine Störung durchschneidet den Bau und löste zwei große Erdrutsche aus; bei einem kollabierte die Westflanke und teilte einen angrenzenden Salzsee. Spätere Aktivität füllte die Abbruchstelle mit der Santa Cecilia-Serie, darunter ein Lavadom am Westrand des Kraters. Historische Ausbrüche sind nicht belegt, doch SERNAGEOMIN überwacht den Vulkan als potenziell aktiv.
Der Aymara-Name Ullawi verbindet ullaña (sehen, anschauen) mit dem Nominalisierungssuffix -wi, also „Aussichtspunkt“. Im Spanischen wurde daraus Ollagüe; die Quellen nennen auch die Varianten Oyague, Ollagua und Oyahué. Die chilenische Gemeinde und das Dorf am Fuß des Vulkans tragen denselben Namen.
Der Aufstieg beginnt auf chilenischer Seite im Ort Ollagüe und folgt einem Weg zu den alten Schwefelgräberlagern Santa Cecilia und Santa Rosa auf 4.200 m; das Auto wird bei etwa 5.000 m stehen gelassen, danach bleibt rund eine Stunde zu Fuß. In der Gegend gibt es Minenfelder mit Antipersonenminen, daher sollte man die Carabineros in Ollagüe nach den gefährlichen Zonen fragen.
Die Fumarole am westlichen Kraterrand, rund 700 Meter vom Krater entfernt, setzt gelbe Schwefelgase und weißen Wasserdampf frei; eine zweite Fumarole liegt auf dem Gipfel selbst. Der Krater misst 1.250 Meter im Durchmesser, sein Südteil ist erodiert und legt Lavaspuren frei.
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