Normandie, Historische Region in Nordfrankreich
Die Normandie ist eine historische Region im Norden Frankreichs, die sich vom Ärmelkanal im Norden bis zu den Ebenen und Hügeln im Landesinneren erstreckt und heute in fünf Verwaltungseinheiten unterteilt ist. Die Landschaft wechselt zwischen Küstenstreifen mit weißen Klippen, weiten Stränden, grünen Wiesen mit Apfelbäumen und mittelalterlichen Städten, die entlang der Flüsse und Hügel verstreut liegen.
Im 9. Jahrhundert kamen Wikinger aus dem Norden und ließen sich an der Küste nieder, wo sie im Jahr 911 ein Herzogtum gründeten, das seinen Namen von diesen nordischen Siedlern erhielt. Im 11. Jahrhundert eroberte ein Herzog von hier aus England und schuf damit eine Verbindung zwischen beiden Seiten des Ärmelkanals, die jahrhundertelang andauerte.
In den Dörfern und Kleinstädten dieser Region trinken die Bewohner traditionell Cidre zum Essen und pflegen seit Generationen die Herstellung von Calvados in kleinen Familienbetrieben. An Markttagen kommen Händler zusammen, um Käse aus lokaler Milch, frischen Fisch und Gebäck aus Butter zu verkaufen, während die Menschen sich vor den Kirchen und auf den Plätzen versammeln.
Wer diese Region besuchen möchte, findet zahlreiche Routen, die durch kleine Orte, Küstenstraßen und Landschaften mit Bauernhöfen führen, während Regionalzüge und Busse die größeren Städte miteinander verbinden. Im Sommer kommen viele Besucher an die Strände und zu den historischen Orten, während Herbst und Frühling ruhigere Bedingungen bieten, um durch die Dörfer und Märkte zu wandern.
Entlang der Küste gibt es Gezeiten, die das Wasser bis zu 15 Meter (49 ft) heben und senken, wodurch bei Ebbe breite Sandflächen und Felsen zum Vorschein kommen, die wenige Stunden später wieder unter Wasser stehen. Diese starken Gezeitenbewegungen haben über Jahrhunderte die Form der Buchten und Häfen geprägt und beeinflussen bis heute die Schifffahrt und die Muschelzucht.
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