Gotthard-Basistunnel, Eisenbahntunnel in Uri, Graubünden und Tessin, Schweiz.
Der Gotthard-Basistunnel ist eine Eisenbahnstrecke unter den Schweizer Alpen, die sich über 57 Kilometer zwischen Uri im Norden und Tessin im Süden erstreckt. Er verläuft tief unter dem Gotthardmassiv und bildet eine fast gerade Linie durch Gestein, das früher nur über serpentinenreiche Bergstraßen überwunden werden konnte.
Die Arbeiten begannen im Jahr 1999, nachdem Schweizer Wähler das Projekt in mehreren Volksabstimmungen unterstützt hatten. Die feierliche Eröffnung fand im Juni 2016 statt, nach siebzehn Jahren Bau und Bohrung durch Millionen Tonnen Fels.
Die Röhre verbindet Gemeinden nördlich und südlich der Alpen, deren Alltag früher durch die Berge stark getrennt war. Heute fahren Pendler, Reisende und Lastwagen durch den Berg, als ob er nicht mehr da wäre, und verändern damit den Rhythmus ganzer Täler.
Die Durchfahrt reduziert die Reisezeit zwischen Zürich und Mailand um etwa eine Stunde und wird täglich von Hunderten Zügen genutzt. Reisende bemerken kaum, dass sie sich in einem Tunnel befinden, da die Fahrt ruhig und ohne Steigungen verläuft.
Zwei parallele Röhren ziehen sich durch den Berg, verbunden durch Querstollen alle 325 Meter für Notfälle und Wartung. Ein ausgeklügeltes Kühlsystem hält die Temperatur im Inneren erträglich, obwohl draußen das Gestein oft heiß ist.
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