Qinghai, Provinz im Nordwesten Chinas
Qinghai ist eine Verwaltungseinheit im Nordwesten der Volksrepublik China, die sich über eine Fläche von rund 720.000 Quadratkilometern erstreckt und deren Hauptstadt Xining ist. Die Landschaft umfasst hohe Gebirgszüge, trockene Becken und weitläufige Graslandschaften, die zwischen 2.000 und über 5.000 Metern über dem Meeresspiegel liegen.
Das Gebiet wurde 1928 offiziell zu einer eigenen Verwaltungseinheit, als die Behörden der Republik China es von der benachbarten Region Gansu abtrennten. Jahrhunderte zuvor verliefen hier Handelsrouten, die verschiedene Kulturen entlang der Seidenstraße miteinander verbanden.
Die gleichnamige Region trägt ihren Namen nach einem See, dessen türkisfarbenes Wasser inmitten weiter Hochebenen liegt und seit Jahrhunderten spirituelle Bedeutung für mehrere Gemeinschaften besitzt. Besucher bemerken den Mix aus tibetischen Klöstern, islamischen Moscheen und chinesischen Tempeln, die zusammen das religiöse Alltagsleben der Bewohner prägen.
Reisende sollten sich auf große Höhen vorbereiten, da die meisten Orte deutlich über 2.000 Metern liegen und der Körper Anpassungszeit benötigt. Die Temperaturen schwanken stark zwischen Tag und Nacht, weshalb mehrschichtige Kleidung für jede Jahreszeit empfohlen wird.
Das gleichnamige Gewässer bleibt im Winter teilweise gefroren und verwandelt sich im Sommer in eine Brutstätte für Tausende Zugvögel, die aus Südasien und dem indischen Subkontinent kommen. Auf rund 3.200 Metern Höhe findet hier jährlich ein internationales Radrennen statt, bei dem die Teilnehmer mit dünner Luft und wechselndem Wetter kämpfen.
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