Rhön, Mittelgebirge in Zentraldeutschland.
Das Rhöngebirge erstreckt sich über Bayern, Hessen und Thüringen und zeigt Kuppen aus dunklem Vulkangestein neben sanften Hügeln aus hellem Muschelkalk. Offene Hochflächen wechseln sich mit bewaldeten Tälern ab, während Bäche durch Wiesen fließen und kleine Dörfer an den Hängen liegen.
Im Mittelalter nannten Mönche die Gegend Buchonia wegen der ausgedehnten Buchenwälder, die Holz für Siedlungen und Klöster lieferten. Später rodeten Bauern Flächen für Weiden, wodurch die offenen Hochebenen entstanden, die heute das Landschaftsbild prägen.
Die Rhönschafe prägen seit Jahrhunderten das Bild der Hochflächen und liefern Wolle sowie Fleisch für regionale Spezialitäten. Bauernhöfe verarbeiten Milch zu würzigem Käse und räuchern Schinken nach alten Rezepten, die Besucher auf Wochenmärkten probieren können.
Wanderwege führen durch Täler und über Kuppen, wobei einige Steigungen Kondition erfordern und andere sanft durch Wiesen verlaufen. Wetterwechsel können schnell eintreten, daher sollten Besucher Kleidung in Schichten tragen und auf plötzlichen Regen vorbereitet sein.
Die Wasserkuppe erhebt sich auf 950 Meter und beherbergt Deutschlands erste Segelflugschule, die Piloten seit den 1920er Jahren in der Kunst des motorlosen Fliegens ausbildet. Thermische Aufwinde über den offenen Hängen ermöglichen Segelflieger, stundenlang in der Luft zu bleiben und weite Strecken ohne Antrieb zurückzulegen.
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