Berlin Anhalter Bahnhof, Historischer Bahnhof in Deutschland
Der Berliner Anhalter Bahnhof war einst ein großer Kopfbahnhof in Friedrichshain-Kreuzberg, von dem aus Züge nach Leipzig, Frankfurt und München fuhren. Heute steht an der Askanischen Platz nur noch ein Fragment der ursprünglichen Fassade mit Skulpturen, während das restliche Gelände in einen ruhigen Park mit Grünflächen umgewandelt wurde.
Der Bahnhof wurde 1841 eröffnet und in den 1870er Jahren von Franz Heinrich Schwechten monumental erweitert, mit großem Eisendach und Skulpturen. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt er schwere Bombenschäden, wurde 1952 geschlossen und größtenteils 1960 abgerissen.
Der Name stammt vom Herzogtum Anhalt, durch das die Bahnlinie führte. Heute erinnern Gedenktafeln an jüdische Menschen, die von hier aus in Lager und Ghettos deportiert wurden.
Das unterirdische S-Bahn-Station am Anhalter Bahnhof ist noch immer in Betrieb und verbindet mehrere Teile der Stadt. Oberirdisch können Besucher durch die Grünfläche spazieren und das erhaltene Fassadenfragment aus der Nähe betrachten.
Das Gebäude war durch einen Tunnel mit dem Hotel Excelsior verbunden, was Reisenden ermöglichte, direkt zwischen ihrer Unterkunft und den Zügen zu wechseln. Die Skulpturen Tag und Nacht von Ludwig Brunow sind heute im Deutschen Technikmuseum ausgestellt.
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