Haus Fürsteneck, Mittelalterliches Gebäude in der Altstadt, Frankfurt, Deutschland
Das Haus Fürsteneck war ein Gebäude mit gotischen Spitzbogenarkaden im Erdgeschoss und zahlreichen Maßwerkfenstern, das durch eine ungewöhnliche fünfeckige Grundform auffiel. Die komplexe Struktur an der Fahrgasse 17 zeigte sowohl Steinwerk als auch mehrere Ebenen mit unterschiedlich gestalteten Räumen.
Das Gebäude entstand Mitte des 14. Jahrhunderts auf einem Grundstück, das vorher Teil eines jüdischen Viertels gewesen war. Sein Name deutet auf die wohlhabenden Bewohner hin, die es später besetzten.
Die Festhalle im Inneren zeigte aufwändige Holzvertäfelungen und Stuck-Deckenarbeiten, die das handwerkliche Können der Renaissance widerspiegelten. Diese Räume dienten als Versammlungsorte für die wohlhabende Bevölkerung Frankfurts.
Das Gebäude war über mehrere Jahrhundert hinweg in Gebrauch und erfüllte unterschiedliche Funktionen, von einer Wohnstätte über eine Tanzschule bis hin zu einer Druckwerkstatt. Es wurde 1944 vollständig zerstört, sodass Besucher heute nur noch historische Aufzeichnungen und Nachbauten sehen können.
Das fünfeckige Grundriss war eine seltene architektonische Besonderheit unter den Steinfassaden der damaligen Zeit. Diese ungewöhnliche Form entstand durch die unregelmäßige Form des ursprünglichen Grundstücks, auf dem das Haus erbaut wurde.
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