Picardie, Verwaltungsregion in Nordfrankreich.
Die Picardie ist eine ehemalige Verwaltungsregion im Norden Frankreichs, die sich zwischen der belgischen Grenze und Paris erstreckt. Ihr Gebiet umfasst drei Départements – Aisne, Oise und Somme – und wurde 2016 mit der Region Nord-Pas-de-Calais zur neuen Region Hauts-de-France vereint.
Der Name Picardie tauchte erstmals im Jahr 1248 in historischen Quellen auf und bezeichnete damals eine Landschaft nördlich der bewaldeten Gebiete bei Paris. Im Laufe der Jahrhunderte bildete sich hier eine eigenständige kulturelle Identität heraus, geprägt durch die Nähe zu Flandern und den Übergang zwischen Nord- und Zentralfrankreich.
Das Wort Picardie entwickelte sich aus der altfranzösischen Bezeichnung für Bauern, die nördlich der Wälder bei Paris lebten und im 13. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt wurden. Diese Benennung spiegelt den ländlichen Charakter wider, der bis heute die Landschaft prägt und in den Dörfern spürbar bleibt.
Die Region lässt sich gut mit dem Auto erkunden, wobei Landstraßen durch Felder und kleinere Städte führen. Die Stadt Amiens bildet den zentralen Ausgangspunkt für Besuche in allen drei Départements, von dort aus sind die meisten Orte innerhalb einer Stunde erreichbar.
Die Picardie war Schauplatz mehrerer großer Schlachten des Ersten Weltkriegs, insbesondere entlang der Somme, wo heute noch Gedenkstätten und Soldatenfriedhöfe die Landschaft prägen. Besucher können in vielen Dörfern und Städten Überreste dieser Zeit entdecken, darunter rekonstruierte Schützengräben und Museen zur Kriegsgeschichte.
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