Grímsvötn, Aktiver Vulkan im Vatnajökull-Nationalpark, Island.
Grímsvötn ist ein Vulkan unter der Eiskappe Vatnajökull im Hochland Islands, der in einer mit Gletschereis gefüllten Caldera liegt. Der Gipfel erreicht etwa 1700 Meter Höhe und bleibt unter einer dicken Eisschicht verborgen, die nur bei Eruptionen schmilzt.
Die Eruptionen von 1783 bis 1784 öffneten eine Spalte, die als Laki bekannt wurde und zu den größten Vulkanereignissen Islands zählt. Diese Ausbrüche veränderten das Klima in Europa und verursachten Hungersnöte durch Ascheauswurf und Gas.
Die Hohlräume unter dem Eis bilden Seen, in denen Mikroorganismen gedeihen, die sich an hohe Temperaturen und Dunkelheit anpassen. Diese Lebensformen zeigen, wie Organismen ohne Sonnenlicht überleben können, und dienen als Modell für die Erforschung außerirdischer Umgebungen.
Seismische Geräte überwachen die Aktivität ständig und warnen vor neuen Ausbrüchen, da der Zugang zum Vulkan wegen des Eises gefährlich ist. Besucher sollten offizielle Warnungen prüfen und sich von geschlossenen Gebieten fernhalten, um sicher zu bleiben.
Der Kontakt zwischen Magma und Eis erzeugt explosive Dampfausbrüche, die plötzliche Schmelzwasserfluten auslösen. Diese Fluten, bekannt als Gletscherläufe, tragen große Mengen Eis und Gestein über weite Strecken und verändern die Landschaft binnen Stunden.
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