Provinz Varese, Verwaltungsbezirk in der nördlichen Lombardei, Italien
Die Provinz Varese ist eine Verwaltungseinheit im nördlichen Teil der Lombardei, zwischen Mailand und der Schweizer Grenze gelegen. Sie erstreckt sich über ein hügeliges Gebiet mit mehreren Seen, bewaldeten Hängen und kleinen Städten, die entlang der Täler und Ufer verteilt sind.
Römische Siedlungen entstanden hier wegen der strategischen Lage nahe den Alpenübergängen, wobei Festungen wie Castelseprio die Handelswege sicherten. Im Mittelalter übernahm die Familie Visconti die Kontrolle und integrierte das Gebiet in ihr lombardisches Herrschaftssystem.
Der Provinzname stammt von der gleichnamigen Stadt, die lange Zeit ein Handelsknotenpunkt zwischen Mailand und den Alpenpässen war. Besucher finden heute zahlreiche Wallfahrtsorte wie den Sacro Monte di Varese, wo Pilger auf einem Hügel entlang kleiner Kapellen wandern.
Wanderwege durchziehen die bewaldeten Hügel und verbinden Dörfer miteinander, wobei viele Routen entlang der Seeufer verlaufen und leicht zu begehen sind. Im Sommer sind die Uferpromenaden gut besucht, während das Landesinnere auch bei schlechtem Wetter einen ruhigen Rückzugsort bietet.
In der Nähe des Lago Maggiore liegt die Festung von Angera auf einem Felsen mit Blick auf das Wasser, wo mittelalterliche Fresken noch die Innenwände schmücken. Das nahegelegene archäologische Gebiet von Castelseprio bewahrt Reste einer langobardischen Siedlung mit einer kleinen Kirche aus dem achten Jahrhundert.
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