Tajo, Fluss in Zentralspanien.
Der Tajo ist ein Fluss im zentralen Spanien, der über etwa 1.000 Kilometer aus den Bergen bei Teruel bis zum Atlantik bei Lissabon fließt. Er durchquert trockene Hochebenen und tiefe Schluchten, bevor er sich durch grünere Täler schlängelt und dabei mehrere große Stauseen passiert.
Händler im Mittelalter nutzten den Fluss als Handelsroute zwischen nordeuropäischen Märkten und Mittelmeerhäfen, wobei Toledo als wichtiger Zwischenstopp diente. Im 20. Jahrhundert entstanden entlang seines Laufs zahlreiche Staudämme zur Wasserversorgung und Stromerzeugung.
Die Landwirte entlang des Flusses nutzen jahrhundertealte Techniken zur Bewässerung ihrer Felder, wobei sie das Wasser über Kanäle und kleine Dämme verteilen. In Dörfern am Ufer sieht man noch heute steinerne Waschplätze, wo früher Kleidung von Hand gereinigt wurde.
Der Zugang zu seinen Ufern variiert je nach Abschnitt: manche Stellen sind über Wanderwege erreichbar, andere liegen in Naturschutzgebieten mit eingeschränktem Zutritt. Im Sommer führt er oft deutlich weniger Wasser als im Frühjahr, wenn Schneeschmelze die Strömung verstärkt.
In seinem Einzugsgebiet finden sich rote Sandsteinschichten aus dem Trias, die vor etwa 250 Millionen Jahren entstanden sind. Diese Gesteine sind an einigen Flussabschnitten sichtbar und verraten die erdgeschichtliche Vergangenheit der Region.
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