Nationalmuseum Damaskus, Nationalmuseum in Damaskus, Syrien
Das Nationalmuseum in Damaskus beherbergt mehr als 300.000 Objekte in fünf Flügeln und dokumentiert die Entwicklung der syrischen Zivilisation vom prähistorischen Zeitalter bis zur Neuzeit. Die Sammlung reicht von archäologischen Funden aus Mesopotamien und der Levante bis zu islamischer Kunst und modernen Gemälden.
Das Museum öffnete erstmals 1919 unter König Faisal und war zunächst in der Madrasa al-Adiliya untergebracht, bevor es in das heutige Gebäude umzog. Nach Schließungen während des Bürgerkriegs konnten vier der fünf Flügel 2018 wieder für Besucher geöffnet werden.
Das rekonstruierte Innere der Synagoge aus Dura Europos zeigt Wandmalereien aus dem dritten Jahrhundert nach Christus, die biblische Szenen und religiöse Handlungen der antiken jüdischen Gemeinde darstellen. Diese Fresken gehören zu den ältesten erhaltenen Beispielen figürlicher Kunst im jüdischen Kontext und lassen erkennen, wie Menschen damals Glauben und Alltag miteinander verbanden.
Vier der fünf Museumsbereiche sind nach der Wiedereröffnung zugänglich und zeigen Exponate in chronologischer Reihenfolge vom prähistorischen Zeitalter bis zur Moderne. Besucher finden die Säle mit Schildern in Arabisch und teilweise auch in Englisch oder Französisch gekennzeichnet.
Der Eingangsbereich zeigt die rekonstruierte Fassade des Wüstenpalastes Qasr al-Hayr al-Gharbi, die 1936 aus der syrischen Wüste hierher gebracht wurde. Diese umayyadische Palastfront aus dem achten Jahrhundert dient heute als architektonischer Rahmen für den Hauptzugang.
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