Al-Hira, Archäologische Stätte im Gouvernement Nadschaf, Irak
Al-Hirah ist ein archäologischer Ort in der Provinz Nadschaf im Irak, wo Ruinen von Mauern, Fundamenten und verstreuten Bauelementen ein ehemaliges Stadtgefüge offenbaren. Die Überreste erstrecken sich über ein großes Wüstengebiet und zeigen die komplexe Anordnung von Straßen und Gebäuden aus der Vergangenheit.
Der Ort erlebte seine Blütezeit im 5. und 6. Jahrhundert als Hauptstadt des Lakhmiden-Königreichs unter sasanidischem Einfluss. Diese Periode endete mit dem Aufstieg des Islam und der Verlagerung politischer Macht in der Region.
Das Ausgrabungsgelände zeigt Spuren verschiedener Religionen und Kulturen, da Christen, Perser und Araber hier über lange Zeit zusammengelebt haben. Die gefundenen Gegenstände und Bauwerke zeugen von dieser friedlichen Koexistenz unterschiedlicher Gemeinschaften.
Besuche erfordern eine Genehmigung von den irakischen Behörden und sollten mit lokalen Führern geplant werden, die das Gelände kennen. Die raue Wüstenlage erfordert angepasste Kleidung und ausreichend Wasser sowie Vorbereitung auf schwierige Bedingungen.
Das Gelände enthält Reste eines ausgefeilten Wasserleitungssystems, das Wasser aus dem Euphrat durch ein Netzwerk von Kanälen in die Stadt brachte. Dieses Ingenieurswerk zeigt das technische Wissen der antiken Bewohner und ihre Fähigkeit, in einer trockenen Region zu gedeihen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.