Cerro Torre, Granitgipfel im Los Glaciares Nationalpark, Argentinien und Chile
Cerro Torre ist ein Granitgipfel im Los Glaciares Nationalpark in Argentinien und Chile, der sich auf 3.128 Meter erhebt und nahe dem südpatagonischen Eisfeld liegt. Die Felswand zieht sich über mehrere hundert Meter vertikal nach oben und endet in einer Spitze, die meist von einer Eispilzformation bedeckt ist.
Die ersten bestätigten Besteiger waren die italienischen Alpinisten Daniele Chiappa, Mario Conti, Casimiro Ferrari und Pino Negri im Jahr 1974. Zuvor hatte Cesare Maestri 1959 eine Besteigung behauptet, die später angezweifelt wurde und zu jahrzehntelangen Diskussionen in der Bergsteigergemeinschaft führte.
Der Name stammt aus dem Spanischen und bedeutet ›Turmberg‹, was die steil aufragende Form des Gipfels beschreibt. Bergsteiger aus aller Welt betrachten diesen Berg als eine der schwierigsten Herausforderungen der Anden.
Bergsteiger erreichen das Gebiet über El Calafate und El Chaltén und müssen sich beim Nationalparkdienst für Genehmigungen zwischen Januar und März registrieren. Die Bedingungen ändern sich schnell und erfordern Erfahrung in Eis- und Felsklettern sowie Vorbereitung auf extreme Wetterwechsel.
Winde vom Pazifik treffen auf die Andenkette und verursachen schnelle Wetterumschwünge, die innerhalb von Stunden von klarem Himmel zu starkem Sturm wechseln können. Diese Luftströmungen formen auch die Eispilzstruktur am Gipfel, die sich ständig verändert und manchmal mehrere Meter Durchmesser erreicht.
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