Payún Matru, Schildvulkan im Departamento Malargüe, Argentinien.
Payun Matru ist ein Schildvulkan in der argentinischen Provinz Mendoza, im Departamento Malargüe, und gehört zu den größten Vulkanen dieser Art in der südlichen Hemisphäre. Seine breiten, flach abfallenden Flanken bestehen aus übereinanderliegenden Lavaschichten, die dem Berg sein typisch rundes, sanft gewölbtes Profil geben.
Der Vulkanismus des Payún Matrú begann im Plio-Pleistozän und baute den Schild, den Lavastrom Pampas Onduladas und den Schichtvulkan Payun auf. Eine große Eruption vor 168.000 bis 82.000 Jahren ließ den Gipfel zu einer 7–8 km weiten Caldera einstürzen. Die Tätigkeit hielt bis ins Holozän vor etwa 515 Jahren an; die mündliche Überlieferung der Anwohner erwähnt frühere Ausbrüche.
Auf Mapuche bedeutet der Name „Ziegenbart“, im Pehuenche wird er von payén, „Kupfer“, hergeleitet. Das Feld heißt auch Payenia. Die mündliche Überlieferung der Anwohner erwähnt Ausbrüche vor dem letzten, der rund 515 Jahre zurückliegt.
Der Zugang zum Vulkan erfordert ein geländegängiges Fahrzeug und die Begleitung eines erfahrenen lokalen Führers, da es keine markierten Wege gibt und das Gelände abgelegen ist. Der Besuch ist in den Sommermonaten auf der Südhalbkugel, also zwischen November und März, am zugänglichsten, da Schnee und starke Winde das Gelände in anderen Jahreszeiten gefährlich machen können.
Der Pampas-Onduladas-Strom des Feldes erreicht 167–181 km Länge und ist der längste quartäre Lavastrom der Erde. Ältere Ströme zeigen Pahoehoe-Oberflächen mit Lavaröhren und Druckrücken, holozäne Ströme meist blockige Aa-Lava. Einige stauten den Río Grande auf, der sie später durchschnitt und tafelförmige Formen und Schluchten hinterließ.
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