Choquequirao, Archäologische Stätte im Distrikt Santa Teresa, Peru
Choquequirao ist eine ausgedehnte Ruinenstätte im Santa Teresa Distrikt, die sich über steile Hänge oberhalb einer tiefen Flussschlucht erstreckt. Die Anlage besteht aus mehreren Plattformen mit Wohnbauten, zeremoniellen Gebäuden und landwirtschaftlichen Terrassen, die durch Treppen und Wege miteinander verbunden sind.
Die Siedlung entstand in der späten Inkazeit als Verwaltungs- und Zeremonialzentrum an der Grenze zum Amazonasgebiet. Nach der spanischen Eroberung diente sie als Rückzugsort für die letzten Inkaherrscher, die von hier aus Widerstand organisierten.
Der Name bedeutet Wiege aus Gold und spiegelt die religiöse Bedeutung wider, die dieser Ort für die Inka hatte. Besucher können heute die ungewöhnlichen Lama-Darstellungen aus weißem Stein auf den Terrassen betrachten, die auf den Kontakt mit Amazonas-Kulturen hinweisen.
Der Zugang erfolgt über einen mehrtägigen Wanderweg von Cachora aus, der durch verschiedene Klimazonen führt und eine gute körperliche Verfassung erfordert. Entlang der Route gibt es einfache Zeltplätze, und Wanderer sollten ausreichend Trinkwasser und Sonnenschutz mitführen.
Die weißen Lama-Mosaike in den Terrassenmauern sind das seltenste Merkmal der Anlage; ihr Stil erinnert an die Chachapoya und deutet darauf hin, dass Handwerker dieses nördlichen Volkes am Bau von Choquequirao beteiligt waren. Das Gelände umfasst rund 1.800 Hektar, doch nur 30 bis 40 Prozent sind ausgegraben.
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