Roraima, Bundesstaat im Norden Brasiliens
Roraima ist ein Bundesstaat im nördlichsten Zipfel Brasiliens, der an Venezuela und Guyana grenzt und Savannen, Regenwälder sowie Flusslandschaften vereint. Seine Fläche reicht von offenen Grasebenen bis zu dichten bewaldeten Gebieten, die von mehreren großen Flüssen durchzogen werden.
Das Gebiet gehörte bis ins späte 18. Jahrhundert zum portugiesischen Kolonialreich und wurde lange als Randzone verwaltet, bevor es in den 1940er Jahren zum Bundesterritorium aufstieg. Die volle Anerkennung als eigenständiger Staat erfolgte erst 1988 durch die neue brasilianische Verfassung.
Der Name stammt von einem Tepui-Gipfel im Dreiländereck, der in den Sprachen indigener Völker als Mutter der Wassers gilt und heute als geografisches Wahrzeichen dient. Besucher begegnen in den Städten und Dörfern Menschen mit Wurzeln aus mehreren Welten, die sich täglich zwischen modernen Geschäften und traditionellen Märkten bewegen.
Boa Vista fungiert als Hauptstadt und zentraler Knotenpunkt für alle größeren Überlandverbindungen sowie für Grenzübergänge in die Nachbarländer. Wer das Hinterland erkunden möchte, sollte sich auf lange Fahrten über unbefestigte Straßen einstellen, die in der Regenzeit schwer passierbar sein können.
Die Hauptstadt ist eine der wenigen brasilianischen Städte, die nach einem radialen Straßenplan angelegt wurde, mit Avenidas, die wie Speichen von einem zentralen Platz ausgehen. Einige Gebiete entlang der Grenze erleben während der Trockenzeit natürliche Brände, die das Grasland erneuern und seit Jahrhunderten Teil des ökologischen Zyklus sind.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.