Jangtsekiang, Flusssystem vom Tibet bis Shanghai, China
Der Jangtse verbindet das tibetische Hochland mit dem Ostchinesischen Meer und durchquert elf Provinzen über eine Strecke von mehr als 6000 Kilometern. Der Fluss windet sich durch schmale Schluchten, weite Täler und dicht besiedelte Ebenen, bevor er bei Shanghai ins Meer mündet.
Seit über 2000 Jahren dient dieser Wasserweg als Handelsroute zwischen dem Binnenland und der Küste, und die Anbindung an den Kaiserkanal im 7. Jahrhundert verstärkte seinen Einfluss auf die Entwicklung des Landes. Große Ingenieurprojekte im 20. Jahrhundert veränderten den Lauf und die Nutzung des Flusses grundlegend.
Entlang des Flusses leben Menschen vom Fischfang, vom Reisanbau und vom Handel, wobei viele Familien seit Generationen auf dem Wasser wohnen. In den Städten und Dörfern am Ufer sieht man Fischer mit Netzen, schwimmende Märkte und Teehäuser, die den täglichen Rhythmus der Gemeinschaften prägen.
Der Zugang zu verschiedenen Abschnitten ist je nach Region unterschiedlich, mit Fähren und Ausflugsbooten vor allem zwischen Chongqing und den Schluchten sowie in der Nähe von Küstenstädten. Die beste Zeit für eine Fahrt auf dem Fluss liegt im Frühjahr und Herbst, wenn das Wetter mild ist und der Wasserstand stabil bleibt.
In bestimmten Flussabschnitten schwimmen Delfine ohne Rückenflosse, die man manchmal von Booten aus beobachten kann, wenn das Wasser ruhig ist. Im Einzugsgebiet leben über 400 Fischarten, darunter der chinesische Stör, der seit Millionen Jahren in diesen Gewässern vorkommt.
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