Niederlausitz, Historische Region in Ostdeutschland und Westpolen
Niederlausitz erstreckt sich über Brandenburg und Sachsen in Deutschland und reicht in die polnische Woiwodschaft Lubusz. Das Gebiet wird von Wäldern, Flüssen und landwirtschaftlichen Flächen geprägt, durchbrochen durch zahlreiche Seen, die aus ehemaligen Bergbaugruben entstanden sind.
Das Gebiet gehörte lange Zeit zur Krone Böhmen im Heiligen Römischen Reich, bis es 1635 an das Kurfürstentum Sachsen wechselte. Diese politischen Verschiebungen prägen bis heute die Grenzen und kulturelle Merkmale der Region.
Die Sorben, eine westslawische Minderheit, prägen das Leben in dieser Region mit ihrer Sprache und Traditionen, die man in Museen, Kulturzentren und im Alltag der Menschen beobachten kann. In Städten wie Cottbus sind Sorbenkultur und deutsche Kultur eng miteinander verflochten.
Besucher finden hier Wanderwege, Seen zum Schwimmen und viele historische Stätten, die verteilt über das gesamte Gebiet liegen. Die beste Zeit zum Erkunden ist zwischen Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Natur grün wird.
Auf Verkehrsschildern und in öffentlichen Räumen erscheint hier neben Deutsch durchgehend die Sorbensprache, was die lange Geschichte dieser slawischen Bevölkerung widerspiegelt. Diese zweisprachige Präsenz ist in dieser Form in Deutschland einzigartig.
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