Moabit, Wohnviertel in Berlin, Deutschland
Moabit ist ein Stadtteil im Bezirk Mitte von Berlin und liegt auf einer Halbinsel, die von der Spree im Süden, dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal im Norden und dem Westhafenkanal im Westen begrenzt wird. Fünfundzwanzig Brücken verbinden das Gebiet mit den angrenzenden Vierteln und erleichtern den Zugang zu Fuß und mit dem Fahrrad über die Wasserläufe hinweg.
Hugenottische Siedler gründeten die Kolonie Alt-Moabit im Jahr 1716 und versuchten zunächst, auf dem sumpfigen Boden Maulbeerbäume für die Seidenproduktion zu züchten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Gebiet zu einem Industrieviertel mit Fabriken, Arbeiterwohnungen und mehreren Gefängnissen, die das Stadtbild prägten.
Die Arminiusmarkthalle aus dem Jahr 1891 bewahrt die Atmosphäre eines alten Berliner Marktes und bietet Stände mit Lebensmitteln aus vielen Ländern unter einem hohen Hallendach. Besucher finden hier neben deutschen Wurstwaren auch türkische Backwaren, italienische Käsesorten und frisches Gemüse, das die Vielfalt des heutigen Stadtteils widerspiegelt.
Der Hauptbahnhof liegt am südlichen Rand und verbindet den Stadtteil mit S-Bahn-, Regional- und Fernverkehrszügen, während mehrere U-Bahn-Stationen den Zugang zu anderen Teilen Berlins erleichtern. Busse und Straßenbahnen durchqueren das Gebiet regelmäßig und bieten Verbindungen auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten an.
Das Hamburger Bahnhof-Museum für Gegenwart beherbergt zeitgenössische Kunstwerke in einem umgebauten Bahnhofsgebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die ehemaligen Gleishallen bieten große Räume für Installationen und Videokunst, die in herkömmlichen Galerien oft keinen Platz finden.
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