Parkhöhle, Unterirdisches Stollensystem im Park an der Ilm, Weimar, Deutschland
Die Parkhöhle Weimar ist ein Tunnelsystem mit etwa 500 Metern Gängen unter dem Park an der Ilm, das 12 Meter unter der Erdoberfläche verläuft. Die Passages zeigen ursprüngliche Grubenstrukturen und verschiedene Kammern, die später für unterschiedliche Zwecke genutzt wurden.
Der Herzog Carl August ließ die Tunnel zwischen 1794 und 1796 für ein Brauerei-Projekt anlegen, das später zur Ausbeutung von Sand und Kies führte. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Teile der Anlage in Luftschutzbunker umgewandelt und dienten der Bevölkerung als Schutzräume.
Die Tunnelanlage war Teil des Parks an der Ilm, wo Dichter und Künstler wie Goethe spazierend ihre Zeit verbrachten und sich inspirieren ließen. Der Ort verbindet die künstlerische Geschichte Weimars mit unterirdischen Räumen, die bis heute vom damaligen Geistesleben zeugen.
Die unterirdischen Gänge können nur mit vorheriger Anmeldung oder als Teil einer geführten Tour besucht werden, da der Zugang aus Sicherheitsgründen kontrolliert wird. Besucher sollten feste Schuhe tragen und sich auf unebene Oberflächen und kühle Temperaturen einstellen, die unter der Erde herrschen.
Die Tunnel zeigen Spuren von verschiedenen Nutzungsarten: Ursprünglich für Bier gegraben, dann zur Ressourcengewinnung umgenutzt und schließlich zum Schutz in Krisenzeiten. Diese Schichten der Vergangenheit sind heute sichtbar in den unterschiedlichen Bereichen der Anlage.
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