Porta Cavalleggeri, Stadttor nahe dem Vatikan, Rom, Italien
Porta Cavalleggeri ist ein Stadttor in der Nähe der Petersbasilika im Vatikanstaat mit zwei Wappenschilde der Familie Borgia, die während Restaurierungsarbeiten im 16. Jahrhundert angebracht wurden. Das Tor verbindet die Gianicolo-Höhe mit einem großen Busterminal durch einen unterirdischen Durchgang, der zum Heiligen Jahr 2000 gebaut wurde.
Das Tor hieß ursprünglich Porta ad Scholam Longobardorum nach den Lombarden, die in der Nähe siedelten, wurde aber umbenannt, nachdem Papst Pius IV. im 16. Jahrhundert eine Reiterstaffellkaserne dort errichtete. Diese Änderung spiegelte die wachsende Bedeutung des Ortes als Verteidigungspunkt des Vatikans wider.
Das Tor markiert einen Ort, wo weltliche und heilige Bedeutung aufeinandertreffen, da es sowohl als Verteidigungsbauwerk als auch als Eingang zum Vatikan dient. Besucher können heute noch spüren, wie dieser Ort verschiedene Machtbereiche miteinander verbindet.
Das Tor ist am besten zu Fuß von der Gianicolo-Höhe oder von der Nähe der Petersbasilika aus erreichbar, wobei mehrere Wege zu Fuß gut ausgeschildert sind. Die unterirdische Verbindung zum Busterminal hilft bei schlechtem Wetter, aber der Fußzugang ist für die meisten Besucher praktischer.
Das Tor spielte eine wichtige Rolle während des Angriffs auf die Römische Republik im April 1849, als General Luigi Masi und seine Truppen es gegen französische Kräfte erfolgreich verteidigten. Dieses vergessene Kapitel der italienischen Geschichte ist heute kaum noch sichtbar, macht das Tor aber zu einem stillen Zeugnis einer turbulenten politischen Zeit.
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