Demokratische Republik Kongo, Land in Zentralafrika im Kongobecken
Die Demokratische Republik Kongo ist ein zentralafrikanischer Staat im Kongobecken, der sich über mehr als zwei Millionen Quadratkilometer erstreckt und dichten Regenwald, Gebirge, Savannen und das Flusssystem des Kongo umfasst. Die Landschaft reicht von Küstenebenen im Westen über ausgedehnte Tieflandwälder im Zentrum bis hin zu den Virunga-Bergen im Osten.
Das Gebiet erlangte 1960 die Unabhängigkeit von Belgien nach Jahrzehnten kolonialer Herrschaft, die 1885 mit der persönlichen Übernahme durch König Leopold II. begann. Nach der Unabhängigkeit führten politische Instabilität und mehrere bewaffnete Konflikte zu erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Umbrüchen im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert.
Mehr als zweihundert Volksgruppen leben hier und jede pflegt eigene Rituale, handwerkliche Traditionen und Kleidungsstile, die Besucher auf lokalen Märkten oder bei Dorffesten erleben können. Soukous und Rumba prägen den Alltag in vielen Städten, wo die Musik aus offenen Fenstern und kleinen Bars erklingt und Tanzveranstaltungen bis in die Nacht dauern.
Besucher benötigen ein Visum von einer Botschaft vor der Einreise, aktuelle Impfungen und Malaria-Prophylaxe und sollten ausschließlich mit registrierten Reiseveranstaltern in stabilen Regionen reisen. Die Trockenzeiten von Mai bis September und Dezember bis Februar bieten bessere Reisebedingungen, wobei die Sicherheitslage vor jeder Reise geprüft werden sollte.
Das Land hält achtzig Prozent der weltweiten Coltanvorkommen, die für die Herstellung elektronischer Geräte unverzichtbar sind, sowie bedeutende Kobalt- und Kupfervorkommen. Der Salonga-Nationalpark bildet das größte geschützte Regenwaldgebiet Afrikas und beherbergt gefährdete Bonobos, die in freier Wildbahn nur hier vorkommen.
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