Isla de Los Muertos, Historische Friedhofsinsel in Tortel, Chile.
Isla de Los Muertos ist ein Friedhofsfriedhof auf einer Insel an der Mündung des Baker-Flusses, wo etwa drei Dutzend hölzerne Kreuze die Gräber markieren. Das Areal erstreckt sich über eine kleine bewaldete Fläche, die von Fjorden und Wasserwegen umgeben ist.
Die Insel entstand als Grabstätte für Arbeiter einer Holzfällfirma, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der Region tätig war. Die Gräber stammen aus der Zeit, als dieses entfernte Gebiet erstmals systematisch besiedelt und wirtschaftlich genutzt wurde.
Die Insel zeigt, wie frühe Siedler in dieser abgelegenen Region lebten und starben, und ihre hölzernen Kreuze sind stille Zeugen der Verbindung zwischen Menschen und dem rauen Land. Der Friedhof spiegelt die Geschichte jener wider, die in den Anfangsjahrzehnten der modernen Besiedlung hier ihr Leben ließen.
Man erreicht die Insel mit dem Boot auf einer Fahrt durch Fjorde und entlang des Flusses vom Dorf Tortel aus. Der Zugang zum Friedhof selbst ist zu Fuß möglich, wobei festes Schuhwerk empfohlen wird, da das Gelände feucht und uneben ist.
Archäologische Untersuchungen zeigten, dass die Gräber keine Überreste enthielten, was Fragen über die tatsächliche Beerdigung und die Bedingungen aufwirft. Dieses Mysterium macht den Ort zu einem Rätsel für Forscher und Besucher gleichermaßen.
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