Rano Raraku, Alter Vulkansteinbruch auf der Osterinsel, Chile
Rano Raraku ist ein Vulkankrater auf der Osterinsel mit einem Süßwassersee, der von hohem Schilf umgeben ist, und etwa 887 Steinstatuen verstreut über seine Hänge. Der Krater zeigt alle Phasen der Moai-Herstellung an einem Ort.
Von etwa 1100 bis 1700 n. Chr. nutzte man Rano Raraku als Hauptsteinbruch, um das vulkanische Tuffgestein für die Moai-Statuen zu gewinnen. In dieser Zeit entstanden etwa 95 Prozent aller Moai-Figuren der Insel.
Der Steinbruch zeigt verschiedene Stadien der Moai-Bearbeitung, von ersten Felsenausbrüchen bis zu fast vollendeten Statuen. Man kann hier unmittelbar sehen, wie die handwerklichen Techniken der Osterinsulaner sich mit jeder Figur weiterentwickelten.
Der Ort ist nur mit Tickets für den Nationalpark Rapa Nui zugänglich und erfordert das Befolgen markierter Wege zum Schutz der archäologischen Funde. Die beste Zeit zum Besuchen ist am frühen Morgen, um Menschenmassen zu vermeiden und bessere Lichtverhältnisse zu nutzen.
Der größte unfertige Moai im Steinbruch wiegt etwa 270 Tonnen und übertrifft damit die Größe jeder transportierten Statue auf der Insel. Dies zeigt, dass die Erbauer ihre Ambitionen manchmal über ihre Fähigkeiten hinaus trieben.
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