Madre de Dios, Verwaltungsregion im Südosten Perus.
Das Departement Madre de Dios liegt im südöstlichen Peru und bedeckt weite Teile des Amazonas-Regenwalds zwischen flachen Flussbecken und bewaldeten Berghängen. Die Landschaft wechselt zwischen dichtem Dschungel, breiten Flüssen und kleinen Siedlungen, die über eine Region verstreut sind, die so groß ist wie ein mitteleuropäisches Land.
Die Region blieb bis zum frühen zwanzigsten Jahrhundert weitgehend außerhalb staatlicher Kontrolle, als die Kautschukindustrie Menschen aus anderen Teilen Perus anzog. Diese Neuankömmlinge gründeten Siedlungen und schufen Grenzen, die das Leben der ansässigen Gemeinschaften veränderten.
Der Name kommt vom gleichnamigen Fluss, der durch das Gebiet fließt und jahrhundertelang als Wasserweg für Menschen diente. Heute sieht man in den Dörfern und Städten eine Mischung aus indigenen Traditionen und den Einflüssen der Siedler, die in den letzten hundert Jahren hierher kamen.
Boote und kleine Flugzeuge sind oft die einzige Möglichkeit, abgelegene Teile zu erreichen, da Straßen selten sind und viele während der Regenzeit unpassierbar werden. Wer die Region erkunden möchte, sollte auf Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und plötzliche Regenschauer vorbereitet sein.
Innerhalb des Parque Nacional del Manu leben Gruppen, die keinen Kontakt zur Außenwelt haben und deren Sprachen und Lebensweisen bis heute unerforscht sind. Dieser Teil des Nationalparks ist für Besucher komplett gesperrt, um die Bewohner zu schützen.
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