Lake Waiau, Heiliger See auf 3.970 Metern am Mauna Kea, Hawaii, Vereinigte Staaten.
Lake Waiau ist ein kleiner Gebirgssee auf dem Gipfel des Mauna Kea auf Hawaii, eingebettet in ein Kratergebiet auf einer Höhe von etwa 3969 m über dem Meeresspiegel. Das Wasser ruht in einer flachen Mulde aus dunklem Vulkangestein, ohne Bäume oder Vegetation in der näheren Umgebung.
Der See wurde von den alten Hawaiianern seit Jahrhunderten als heiliger Ort verehrt, lange bevor Forscher die Mauna-Kea-Region systematisch erkundeten. Im 19. Jahrhundert besuchte ein Mitglied der hawaiianischen Königsfamilie den See während einer Expedition auf den Berg und festigte damit seine Bedeutung auch in der Neuzeit.
Der See gilt bei den einheimischen Hawaiianern als heiliger Ort, an dem Familien traditionell ein wenig Nabelschnurblut ihrer Neugeborenen ins Wasser gaben. Wer heute am Ufer steht, bemerkt die Stille und die klare Abgrenzung des Sees von der kahlen Umgebung, die ihm etwas Besonderes verleiht.
Der Zugang zum See erfordert zunächst eine Fahrt mit Allradantrieb bis zur Beobachtungsstation, gefolgt von einem steilen Fußweg über grobes Gestein. Aufgrund der großen Höhe sollte man sich mindestens einen Tag Zeit nehmen, um sich an den Luftdruck zu gewöhnen, und warme Kleidung sowie Wind- und Regenschutz mitbringen.
Lake Waiau ist eines der höchstgelegenen Seen in den gesamten USA und liegt höher als die meisten Gipfel des amerikanischen Festlandes. Obwohl dieser Bereich auf dem Mauna Kea zu den trockensten Gipfelregionen der Welt gehört, hält sich das Wasser dort das ganze Jahr über.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.